
Carmen Reisinger
Schachzüge
im translatorischen Feld
Zur Rezeption von Alejo Carpentier im deutschsprachigen Verlagswesen
175 Seiten, ISBN 978-3-946327-29-5, 18,– € (November 2021)
("Tranvia Sur", Band 29)
Der kubanische Schriftsteller Alejo Carpentier
(1904-1980) ist mit seinem Werk im deutschen Sprachraum seit 1958 präsent. An
seinem Beispiel beleuchtet die vorliegende Studie die Bedeutung der Verlags-
und Übersetzungsgeschichte für die internationale Verbreitung von Literatur.
Dank einer Fülle von Archivmaterial wird die Rezeption Carpentiers im
deutschsprachigen Raum nachgezeichnet – eine Rezeption, die unter den sich verändernden
Bedingungen vor, während und nach dem sog. lateinamerikanischen
Literatur-„Boom“ stattfand.
Mit- und gegeneinander arbeitende Akteurinnen und Akteure der Ausgangs- und der
aufnehmenden Kultur sowie international vermittelnde Instanzen positionierten
den Autor am deutschsprachigen Buchmarkt. Mittels eines buchgeschichtlichen
Ansatzes sowie unter Rückgriff auf Pierre Bourdieus Feldtheorie werden die
ausschlaggebenden Faktoren für den Import fremdsprachiger Literatur dargestellt.
Schachzüge im translatorischen Feld ist
ein Beitrag zur rezeptionswissenschaftlichen Forschung und verdeutlicht
exemplarisch, wie übersetzte Literatur in der Praxis zu ihren Leserinnen und
Lesern gelangt.
Inhaltsverzeichnis und Vorwort: siehe PDF