
Johanna Abel
Transatlantisches KörperDenken
Reisende Autorinnen des 19. Jahrhunderts in der hispanophonen Karibik
(Reihe Pointe, Band 12)
334 Seiten, 28,– €, ISBN 978-3-938944-89-9
(Januar 2015)
In
Reiseliteraturen zur Karibik ist ein dynamisches Körperwissen gespeichert.
Reisende Autorinnen des 19. Jahrhunderts denken in ihren Texten über
Körperlichkeit nach. Dabei entstehen narrative Echos von ‚denkenden Körpern‘.
Aus diesen literarischen Spuren erschließt
Transatlantisches KörperDenken erstmals die Verflechtungsebenen einer transkulturellen
Körpergeschichte zwischen Europa und der karibischen Inselwelt.
Der
Band ermöglicht neue Einsichten in Reisezeugnisse von bisher weitgehend unbeachteten
Verfasserinnen. Die Relationen zwischen Text und Körper, Ethnographie und
Literatur sowie Hegemonialität und Kulturkritik auslotend, leistet er einen relevanten
Beitrag zu aktuellen literatur- und kulturwissenschaftlichen Debatten.
Auf
der Überfahrt aus den kolonialen Zentren Europas in den „Sturm“ des polyrhythmischen Archipels gewinnt ein poetologisches
Schema übergeordnete Bedeutung: die Miranda-Konstellation. Eingebunden in komplexe
Netze aus Geschlechter-, Klassen- und Rassialitätszuschreibungen nehmen
Prosperos Töchter Gestalt an.